Qntal – Interview mit Sängerin Syrah

Die Nachtblume ist erblüht. Mit dem mittlerweile 8. Studioalbum „Nachtblume“ waren Qntal auf Tour.  Mit Sängerin Syrah haben wir unser kleines Interview geführt. Wer Qntal übrigens jetzt auf Tour verpasst hat, kann die Band in den nächsten Monaten nochmal auf diversen Festivals und Einzeklonzerten live erleben. Absolutes Highlig: Die neue Liveversion von dem Titel „Frühling“.

Euer achtes Album ist seit gut einer Woche veröffentlicht. Wie sind die Resonanzen auf das Album bisher ausgefallen?

Syrah: Die Reaktionen bis jetzt waren sehr positiv. Wir versuchen ja immer kein Album wie das vorherige klingen zu lassen oder irgendeinen Trend zu folgen sondern unserem Publikum immer etwas Neues anzubieten. Umso gespannter sind wir auf die Reaktionen. Was uns, nach den ersten Konzerten zur „Nachtblumen“ -Tour besonders aufgefallen ist, ist die Tatsachen, dass die neuen Stücke vom Publikum genauso gut angenommen wurden wie z.B.  „Veni“ oder das „Palästinalied“.  Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Konzerte 🙂

Wie seid Ihr auf den Titel „Nachtblume“ gekommen?

Syrah: Der Titel stammt von einem Gedicht von Eichendorff, das wir auch vertont haben und das unser Hauptvideo geworden ist. Mir gefällt der Name, weil er sowohl die Gefühlswelt der Romantik als auch der dunklen Szene trifft.

Sowohl  das Cover der Singleauskopplungen, als auch das Album selber sind passend zu den Namen in Nachtblau gehalten. Wer hatte die Idee zu der Konzepttion?

Syrah: Das Artwork ist uns immer sehr wichtig und wir freuen uns da auch immer wieder über die positive Resonanzder Fans und natürlich auch von Dir. Fragen des Artwork betreue ich gerne, ich bin ein sehr visueller Typ.

Die Romantik ist auf Nachtblume all gegenwärtig welche Strömung findet Ihr faszinierender, die deutsche oder die englische Romantik?

Syrah: Das könnte ich gar nicht sagen. Jede Sprache, jedes Land, jede Ausprägung und natürlich dann erst recht jeder Schriftsteller haben ihren eigenen Reiz. An sich berührt und inspiriert uns dabei die Verschmelzung von inneren Gefühlswelten mit äußeren Bildern von Wolken, Wasser, Nacht, Tieren, Märchenwelten.

Syrah, in einem Interview hast du mal gesagt, das du die Texte für Qntal heraussuchst und hierfür Bibliotheken usw. durchstöberst. Was muss ein Text für dich besonderes haben, damit du Ihn für Michael Vertonung heraussuchst

Syrah: Das ergibt sich eigentlich immer fließend, auch Michael trägt zur Textauswahl bei. Ich suche Gedichte, die mich persönlich ansprechen, etwas für Qntal Neues beleuchten, eine besondere Stimmung, eine ungewöhnliche Geschichte, ein guter Stil. Dazu kommt, dass wir immer gern einen Textteil als Refrain verwenden, und da eignen sich manche Gedichte besser.

Was fasziniert euch nach all den Jahren mit Qntal so an Musik und Texten aus vergangenen Jahrhunderten?

Syrah: Oh, das ist ein weites Feld. Aber das ist eigentlich auch schon die Antwort: es gibt so viel zu entdecken, wir fühlen uns da wie Forscher, die alte Schätze heben und im Fall von Qntal dann unsere ganz eigene Handschrift mit auf den Weg geben. Faszinierend ist die Zeitlosigkeit vieler „alter“ Themen, faszinierend ist das Zurücktreten des Egos, vor allemin der Zeit und den Texten des frühen Mittelalters, faszinierend ist das Zarte und das Starke.

Was sind deine Lieblingstitel auf Nachtblume?

Syrah: Da kann nur ich antworten und das ist auch nur eine Momentaufnahme nach den ersten drei Lifekonzerten: Music on the waters, Echo und Nachtblume.

Nachtblume habt Ihr gerade auf Tour präsentiert.  Verschiedene Städte und Auftrittsorte. In Bochum vor ein paar Tagen habt Ihr in einer in Kirche gespielt, hier in Frankfurt in einem Kleinen Club. Gibt es für euch  bei den Örtlichkeiten vom Feeling her Unterschiede, wenn Ihr auf der Bühne steht?

Syrah: Natürlich gibt es Unterschiede, aber auch was das Publikum betrifft, wie wir in Kontakt treten können, wie groß die Bühne ist, wie das Licht…. also ist jedes Konzert anders und immer wieder neu und spannend.

Was sind auf einer Tour für euch die schönsten Momente?

Syrah: Wenn das ganze Programm gut läuft, gut ankommt, wenn Menschen im Publikum schon die neuen Songs mitsingen, wenn nach der Show am Merch-Stand persönliche Gespräche zustande kommen.

Wenn Ihr Titel für einen Auftritt aus eurem musikalischen Fundus aussucht: Ist es kompliziert die Songs für einen Liveauftritt zu adaptieren, gerade wenn wie bei Qntal viele elektronische Elemente auf klassische Instrumente treffen?

Syrah Das ist auf jeden Fall wieder eine eigene Herangehensweise, aber das inspiriert uns immer und wir alle lieben Aufgaben, an denen wir wachsen und lernen können.

Was für Musik hörst du gerne Privat?

Syrah: An sich wenig, weil wir dafür kaum Zeit haben. Ich höre privat auch Klassik, von Alt bis zeitgenössisch, und ansonsten bin ich für viele Stile offen, höre aber eher einzelne Songs. Über meine Tochter höre ich Eminem.

Zur Album Review von „Nachtblume“

Konzertfotos vom 18.03.18, Frankfurt/M – Das Bett:

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