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 | Days of Fate - Hausgemachter Kuchen (03.06.03) |
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Die Band DAYS OF FATE hat seit ihrer Gründung 1993 sehr viele Höhen und Tiefen erleben müssen. Am Anfang vielbejubelt, scheiterte der deutschland- und europaweite Durchbruch an den finanziellen Zwängen kleiner Labels, welche die Arbeit der Band nicht optimal nutzen konnten.
Das Line-Up, bestehend aus Torsten K. (voc), René P. (keyb, git, dr, voc), Dirk S. (keyb) und André S. (keyb, voc) hat sich seitdem nicht geändert und steht seit jeher für ein unglaublich kreatives Potential jenseits chartorientierter Retortenbands. Die Musik von DAYS OF FATE charakterisiert sich als eine Mischung aus melodiösem Synthie-Pop und kraftvollen Anleihen des klassischen Brit-Pop, wobei Stilvielfalt und Abwechslungsreichtum für den typischen DAYS OF FATE-Sound absolut prägent sind.
Nach der weltweiten Veröffentlichung des Debüt-Albums "Gates" 1998 brach die Band jedoch aufgrund jahrelanger Querelen zwischen verschiedenen Vertragspartnern und durch musikalische Unstimmigkeiten untereinander auseinander und setzte erst ab dem Jahr 2000 ihre Arbeit fort. So gibt es erst wieder seit Mai 2002 neues Material von DAYS OF FATE in Deutschland. Die Amerikaner waren in diesem Falle bereits einen Schritt voraus, da dort der Samplerbeitrag "Bizarre Love Triangle" bereits Ende des Jahres 2001 erschien.
Das langerwartete zweite Album "Home-Made Cake Of The Day" erschien nun im April 2003 und Grund genug für uns, sie ein wenig über hausgemachten Kuchen zu befragen...
Hallo,
vielen Dank erst einmal für die Zeit, die Ihr für das Interview mit uns “opfert”.
Days of Fate gibt es ja schon mittlerweile seit mehreren Jahren. Zwischenzeitlich seid Ihr mal getrennte Wege gegangen. Mittlerweile werdet Ihr jedoch in der Synth/Pop Szene als neue Hoffnungsträger gehandelt. Dazu maßgeblich beigetragen hat euer neues Album “home-made cake of the day” .
Erzählt doch mal wie alles mit euch angefangen hat.
Angefangen hat alles 1993, als sich Dirk S. und René P., die sich noch von einem vorherigen Bandprojekt kannten, auf die Suche nach neuen Partnern machten. Die hatten sie dann in André S. und Torsten K. gefunden. Einer ersten Studioproduktion folgte der erste Live-Auftritt in einer Dresdner Großraumdisko. Von da ab ging es relativ schnell voran. Im Sommer ’93 waren wir bei zwei TV-Talenteshows (RTL & MDR), im Hebst gab’s das erste eigene Konzert und schon Anfang ’94 die erste Special-Sendung bei Radio NRJ Sachsen. Danach kam der erste Plattenvertrag mit einer Maxi-Veröffentlichung im Oktober 1994.
Der Erfolg ist euch in der Vergangenheit ja nicht sonderlich vergönnt gewesen. Ist es schwer, als deutsche Pop-Band Anerkennung zu finden ? Ich denke da z.B. auch an De/Vision. Die haben es ja auch nicht sonderlich leicht, gerade wenn man ständig mit Depeche Mode verglichen wird. Wie seht Ihr das ?
Vielleicht kann man das nicht ganz so pauschalisieren. Natürlich ist es nicht einfach, als deutscher Künstler in Deutschland Erfolg zu haben. Man schielt hier ganz besonders nach Großbritannien oder besonders Amerika. Aber wir sind ja nun mal Teil dieses Marktes und müssen uns schon aufgrund der Tatsache, dass wir englisch singen, auch mit ausländischen Künstlern vergleichen lassen.
Kommen wir nun zu eurem aktuellen Album, dass ja überall sehr gute Kritiken erhalten hat.
Wie seid Ihr hier an das Songwriting rangegangen, welche Aufgaben hatten die einzelnen Bandmitglieder?
Bei DAYS OF FATE ist es seit jeher so, dass René den Großteil der Songs komponiert und auch textet. Er entwickelt auch meist die ersten Arrangements. Später kommen dann die anderen Bandmitglieder dazu, um am Arrangement zu arbeiten, oder einfach nur, um den Songs eine andere Richtung zu geben. Das wird sich z.B. schon bei kommenden Produktionen teilweise ändern, da jetzt auch Dirk ab und an mal einen Song schreibt.
Beim Durchhören des Albums sind mir leichte Britpop Einflüsse aufgefallen, die das Album auch so erfrischend wirken lassen. Waren diese Einflüsse so gewollt oder sind Sie einfach so entstanden?
Diesen Einflüssen unterliegen wir eigentlich auch sehr stark. Als wir mit der Arbeit an neuem Material begonnen hatten, kamen sowohl BritPop als auch Breakbeat gerade auf. Und natürlich verarbeiten wir auch mal die eine oder andere Musikrichtung, die uns privat auch gut gefällt. Dadurch entsteht manchmal auch eine interessante Mischung. Für uns jedenfalls und hoffentlich auch für den Hörer.
Besonders euer Titelsong hat es mir angetan. Wie seid Ihr überhaupt auf den Titel “home-made cake of the day” gekommen? War da erst der Song oder Stand der Name des Albums vorher schon fest?
Der Name des Albums stand vorher schon fest. Es ist nur so, dass René unbedingt einen Song zum Album-Namen schreiben wollte, damit das Ganze dann doch noch einen Bezug hat. Es lohnt sich im Übrigen auch durchaus, den Text des Songs mal durchzulesen. Die Geschichte ist nicht ganz so spaßig, wie der Songtitel vermuten lässt.
Verfolgt Ihr mit euren Texten bestimmte Themen/Messages oder sind die Texte eher nur Nebensache?
Es ist zwar so, dass der Text fast immer nach der Musik entsteht. Aber die Inhalte sind alles andere als Nebensache. Wir beschäftigen uns mit Themen, die jeden bewegen, egal ob es um zwischenmenschliche Beziehungen oder andere persönliche oder auch fiktive Erfahrungen geht. Auf „Home-Made Cake Of The Day“ kam allerdings noch ein anderer Aspekt dazu: Die überwältigende Schönheit dieser Erde und die Freude an der eigenen Existenz.
Wie sehen eure weiteren Promotion Aktivitäten aus? Geht es vielleicht demnächst auf Tour? Werdet Ihr ausreichend von eurem Label unterstützt?
Wir werden im Sommer auf einigen Festivals spielen (unter anderem auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig). Ansonsten wird es im Herbst eine Live-Club-Tour durch Deutschland geben, die gerade in Planung ist. Aktuellen Tourdaten kann man dann immer auf unserer Website: www.daysoffate.de abrufen. Und ja, natürlich fühlen wir uns von unserem Label unterstützt.
Angesichts der Qualitäten von “home made cake of the day” dürftet Ihr auch für Major Labels sicherlich interessant sein? Wie seht ihr das?
Unsere Sicht der Dinge ist in diesem Fall ja leider nicht gefragt. Wir sind selbstbewusst genug, zu sagen, dass unsere Musik ein Fall für ein breites Musikpublikum ist. Alles andere wird aber die Zeit zeigen, da es der Musikindustrie zur Zeit alles andere als gut geht.
Wie seht Ihr in diesem Zusammenhang eure Zukunftspläne? Habt Ihr da schon was konkretes vor Augen?
Wir arbeiten schon wieder an neuem Material, dass uns auch jetzt schon optimistisch stimmt. Was in der Zwischenzeit passiert, davon lassen wir uns auch selbst ein wenig überraschen.
Habt Ihr zum Abschluss noch eine Message, die Ihr an unsere Leser richten wollt?
Geht einfach Euren Weg und verliert nie den Glauben an Euch selbst.
Ich Danke euch für das Interview und wünsche euch für eueren weiteren Plänen alles Gute!
Wir danken ebenfalls!
Martin für Darkbeat.Net – Independent Music Magazine
Hier geht es zur Review der aktuellen CD"Home made cake of the day"
Webseite der Band : www.daysoffate.de
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Wumpscut - Mit Rudy R. im Gespräch (24.04.03) Illuminate - Interview zum 10 Jährigen (13.06.03)
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