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 | The Retrosic - IV zum neuen Album "Nightcrawler" |
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Die Messlatte liegt hoch für The Retrosic, die zuletzt mit "God of Hell" das erfolgreichste Electro-Release der Deutschen Alternative Charts 2004. The Retrosic haben nun Ende 2006 unter dem Titel "Nightcrawler" ihr jüngstes Werk von der Leine gelassen. Wir haben uns mit Cyrus von The Retrosic über das Album und die Band unterhalten:
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Der Erfolg eures neuen Albums wird sicherlich sehr an eurem Debut von 2001 gemessen werden. Welche Erwartungen habt Ihr an „Nightcrawler“?
Cyrus: Welche Erwartungen wir auch immer gehabt haben, sie wurden längst übererfüllt. In allen großen Printmagazinen der Szene als Album des Monats gehypt zu werden hatten wir uns jedenfalls nicht ausgerechnet. Aber natürlich fragt man sich auch, ob sich daran nun die Qualität einer Platte bemisst? Was wäre, wenn „Nightcrawler“ sich nicht hätte durchsetzen können? Hätte das irgendwas an der Wertigkeit des Albums geändert? Nun ja, nicht für uns jedenfalls.
Gibt es denn so etwas wie einen roten Faden oder eine Message bei "Nightcrawler“?
Cyrus: Durchaus. Und Hörern, die sich mit dem Content des Albums auseinandersetzen wollen, wird selbiger sicherlich nicht entgehen.
Auf „Nightcrawler“ habt Ihr neben lupenreinen Electro Krachern wie den Track „Unleash Hell“ auch eher ungewöhnliche Rhythmen auf das Album gepackt. Ist das eure Art der bewussten Abgrenzung zur Masse?
Cyrus: Ich würde es nicht zwingend als ‚Abgrenzung von der Masse’ bezeichnen, denn dazu müsste man ‚Masse’ wohl erstmal definieren. Aber wenn du vom Electro im Allgemeinen sprichst sehe ich natürlich, dass sich „Nightcrawler“ mehr denn je von den genretypischen Gepflogenheiten unterscheidet. Aber in jedem Fach finden sich Puristen und Individualisten.
Wie schwierig ist es für euch gewesen, aus dem engen Korsett „Electro/EBM“ auszubrechen und eine abwechslungsreiche CD zu gestalten?
Cyrus: Die Herausforderung besteht in unseren Augen nicht im Ausbrechen, als vielmehr darin, für seine Hörer nachvollziehbar zu bleiben. Überraschendes überzeugend zu inszenieren ist durchaus eine nicht immer einfache Aufgabe. Aber wir wollten es ja nicht anders.
Welche musikalischen Ansprüche habt Ihr an „Nightcrawler gehabt?
Cyrus: Always one step further.
Was hat euch bei der Arbeit an dem neuen Material am meisten beeinflusst?
Cyrus: Wie immer: Das Leben!
Wie gestaltete sich überhaupt das Songwriting und wie der Produktionsprozess des neuen Albums?
Cyrus: Tatsächlich lief es diesmal etwas anders als sonst. Während die vorangegangenen Alben stets im Alleingang entstanden, wollten wir diesmal externe Leute in die Produktion des Albums mit einbinden. Aber eben hier stellte sich die Problematik, der man sich stellen muss, wenn man eine bereits zu genaue Vorstellung von dem hat, das man am Ende erreichen will: Für externe Leute ist es natürlich ungleich schwerer unser ästhetisches Ziel zu erkennen, wenn es keine Referenz gibt, an der man sich orientieren kann. Insofern haben wir einige Produzenten strapaziert ohne dass ihre Arbeit letztlich entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis genommen hätte, als wir dann doch die Finger wieder selbst an den Reglern behielten.
Was sind Eure persönlichen Favoriten auf der neuen Scheibe und weshalb?
Cyrus: Frag einen Vater nach seinem Lieblingskind. Du wirst keine Antwort bekommen. Ebenso auf diese Frage.
Auf „Nightcrawler“ ist auch ein Video zu dem Song „Desperate Youth“ vertreten. Nun sieht das Video schon sehr professionell aus. Habt Ihr das Video komplett selber auf die Beine gestellt?
Cyrus: Nun ja, es entstand in Eigenregie, wobei ich das Team bereits von gemeinsamen Arbeiten für ähnliche Produktionen her kannte. Das erleichterte die Zusammenarbeit natürlich und setzte in unserem Fall auch einen idealistischen Arbeitsgeist frei, der immerhin damit belohnt wurde, dass der Clip beim Internationalen HD Filmfestival als „Best Video“ ausgezeichnet wurde.
Welche Ziele verfolgt Ihr mit dem Video? Reine Zugabe für die Fans oder auch um vielleicht mal auf einem Videokanal zu laufen?
Cyrus: Nein, auch nach der Auszeichnung braucht man nicht damit rechnen, dass sich MTVIVA so bald für Spartenmusik interessieren wird. Insofern tatsächlich nur für Retrosic Fans und… uns selbst natürlich.
Was darf man von euch 2007 erwarten?
Cyrus: 2007 werden wir wohl endlich auch mal einem speziellen Wunsch unserer Hörer nachkommen und im Rahmen des WGT unsere Live-Premiere begehen. Das wird erstmal genug Arbeit bedeuten.
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Zur Album- Review von "Nightcrawler"
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