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 | X-Perience - Alles zum neuen Album "Lost in Paradi |
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Am 10.11.2006 erscheint das vierte Album "Lost In Paradise" der Berliner Pop-Formation X-Perience. Pünktlich zum zehnjährigen Bandbestehen hat das Trio Claudia Uhle, Matthias Uhle und Alex Kaiser zehn brandneue Titel für das neue Album aufgenommen.
Was die Band über das Album zu berichten hat, erfahrt Ihr nun in unserem Interview mit der Band.
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Ihr wart eine ganze Weile von der Bildfläche verschwunden. Was habt Ihr in den letzten Jahren so alles gemacht? Für uns schien das nicht so lang, wir haben zum Teil Songs für das Album bis zu 4 mal aufgenommen. Nach Jahren, in denen wir ständig unterwegs waren, haben wir eben auch Zeit gebraucht, andere Dinge zu tun. Wir haben Kinder bekommen, Claudia hat eine Soloplatte gemacht. Gefühlt waren das nur so zwei, drei Monate.
Die Welt schreit ja immer nach Kategorisierungen von Musik. Wie bezeichnet Ihr eure Musik? Wir machen die Musik einfach so, wie wir sie fühlen. Wir machen Musik, wir katalogisieren sie nicht.
Euer neues Album steht ab dem 10.11.06 am Start. Zuvor wird jetzt im Oktober die Single “Return to Paradise“ veröffentlicht. Was war für euch der Auslöser, den Song „Return to Paradise“ als Single zu verwenden?
Im Hintergrund erzählt der Song über suizidale Tendenzen. Vielleicht nicht der richtige Text für das, was man so als klassische Single wählen würde. Aber es schwingt eben auch Hoffnung mit für eine Variante des Lebens neben der gelebten Realität. Außerdem mochten wir den Song einfach genau so. So wollten wir, dass wir auftauchen und wahrgenommen werden. Eigentlich gefallen uns alle Stücke auf dem Album, aber man muss ja mal irgendwo anfangen.
Eurer HP war zu entnehmen, dass Ihr in Dänemark ein Video zu „Return to Paradise gedreht habt. Was gibt es über das Video zu berichten?
Es ist sehr stimmungsvoll geworden und spiegelt uns so wieder, wie wir jetzt sind. Wir hatten ein hervorragendes Team mit Leuten wie Hans Hammers und Ben Wolf, der auch unsere Fotos gemacht hat, die einen guten Zugang zu uns haben. Das war ein sehr angenehmer Dreh. Außerdem haben wir gelernt, dass die dänische Küste traumhaft schön ist und vier Portionen Fisch in einem mehr als mittelmäßigem Restaurant 145 Euro kosten. Das war schockierend. Die Quintessensz ist, fahrt da zum Entspannen hin, aber nehmt Euch Tiefkühlfisch mit. Oder eine Angel.
Wie wichtig sind für euch im allgemeinen Musikvideos und auch die Präsents in den Musiksendern?
Musikvideos können die Emotionalität eines Titels transportieren oder zerstören. Man kann den Künstler wahrnehmen auf einer zweiten Ebene, wir finden das wichtig. Die herkömmlichen Musiksender sind dabei nicht so wichtig, weil sie sowieso nur wenig ausser Werbung und Ami-Serien spieln, haben sie den Begriff Musiksender nicht mehr so richtig verdient. Aber es gibt ja tausende Möglichkeiten, sich als Künstler per Bild zu Wort zu melden über die neuen Verbreitungsformen wie Internet.
Veröffentlicht wird das neue Album „Return to Paradise“ als auch die Single „Lost in Paradise“ bei Major Records. Wie kam es zu dem Deal?
Wir haben lange an dem Material herumgewurstelt und dann gab es eine Anfrage über das Label, an der elektrisch-compilation teilzunehmen. Darüber kamen wir ins Gespräch, der Chef des Labels hat uns in sein Studio eingeladen, wir haben ein paar Songs im Boogie-Park aufgenommen. Und weil uns der Mann so sympathisch war, sind wir gleich da geblieben
Zum neuen Album: Der musikalische Style des neuen Albums liegt ganz im X-Perience Sound wie man Ihn schon bei eurem Debüt-Album zu schätzen gelernt hat. Worin seht Ihr den größten Unterschied zum letzten Album und X-Perience im Jahr 2006?
Wir haben ein typisches drittes Album gemacht vor sechs Jahren. Ein Album voller Ideen, die unsere bsiherige Weise zu arbeiten aufgebrochen hat. Nach wie vor mögen wir die Experiment mit weltmusikalischen Einflüssen, wir stehen zu den Songs von damals. Aber die Zeit dazwischen und die Experimente im Studio haben uns wieder an unseren eigenen Sound gebracht. Man kann X-Perience mögen oder nicht, aber wir haben allemal unseren eigenen Sound, der sich, wie sich uns selbst gezeigt hat, immer wieder durchsetzt.
Wie muss man sich die Entwicklung eines X-Perience Songs vorstellen?
Matthias macht ein layout und sendet das an Claudia und Alex. Die überlegen sich, was sie gerade umtreibt und bewegt, Alex fasst das in Worte. Dann gehen wir ins Studio und formulieren Musik und Text und zu guter Letzt Sound aus. So ist´s immer gewesen
Der Song „Personal Heaven“ stammt von "Band Aid"- Mitbegründer Midge Ure (u.a. Ultravox, Visage), der den Song für euch geschrieben hat. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Alex: Ich arbeite neben X-Perience mit einem hervorragenden Musiker und Songschreiber zusammen, Robin Grubert. Der junge Mann schreibt unglaublich schöne deutschsprachige, nachdenklich melancholische Musik. Eben dieser hat mit Midge im letzten Jahr eine unplugged Tour gespielt, bei der ich Midge kennenglernt habe. Und da wir immer schon große Fans von ihm waren, haben wir ihn einfach gefragt und er hat ja gesagt. So einfach kann das Leben manchmal sein J
Euer Haupt-Erkennungszeichen ist natürlich Claudias Gesang. Habt Ihr auch mal mit dem Gedanken gespielt, auch mal verstärkt männlichen Gesang in euren Sound einzubinden wie z.B. bei Personal Heaven?
Wenn jemand wie Midge mitmacht, ist das eine Ehre für uns. Dann darf er singen, soviel er möchte. Beim letzten Album haben wir ja auch mit diversen Stimmen gearbeitet, auch ein Duett mit Witt war dabei. Aber als Band sind wir ja so wie wir eben sind. Da Matthias und Alex nicht singen können, ist die Stimmauswahl doch eher begrenzt. Aber offen sind wir immer. Bloss wir beide werden es wohl nicht mehr so gut lernen, dass man es jemand vorspielen möchte.
Womit beschäftigt Ihr euch textlich auf dem neuen Album?
Mit dem Leben und seinen Stimmungsschwankungen. Meist entstehen die Texte abends allein bei rotem Wein. Das ist eine gute Möglichkeit, Schwermut abzubauen, die man sonst ins Leben tragen müsste. Man kann es als eine Art Selbsttherapie sehen. Textlich geht es um die Art, mit Leben und zwischenmenschlichen Beziehungen umzugehen. Der Grundtenor ist die Frage, ob es neben oder nach dem Leben ein return to paradise geben kann, oder ob es das eben schon gewesen ist. Für den aufmerksamen Zuhörer: ich denke aber nicht.
Bitte gib zu den folgenden Songs mal ein paar Statements ab:
- Let Me Show You
lass dich nicht von deinen albträumen einfangen, hole dir eine zweite meinung und entscheide dann, ob dein leben gut und lebenswert ist
- Personal Heaven
Mensch und Natur sind ein Universum
- Million Miles
Wir werden älter, wir alle kennen schon Menschen, die wir geliebt und verloren haben. Die Einschläge kommen sozusagen immer näher und man kann sie nicht im jugendlichen Übermut verleugnen. Es geht um die eigene Religion, den geliebten Menschen nicht zu vergessen. Deeper Than DeepEs gibt Menschen, die können einen an die Hand nehmen und beweisen in einer immer schneller werdenden Welt, die zum Teil kalt und ungerecht erscheinen kann, das es eine Möglichkeit gibt, ein Heim zu finden. Dieser Titel spiegelt eine Sorge wieder, der man Rechnung tragen muss. Wir haben uns damals entschlossen, mit unserer CD das Projekt „Sternipark“ zu unterstützen. www.sternipark.de
Welcher Song ist für Euch der beste/stärkste auf „Lost in Paradise“?
Für uns RTP und Personal heaven
Wie sehen die Pläne für den Rest des Jahres 2006 mit X-Perience aus?
Das Jahr ist ja fast vorbei, jetzt erscheint das Album und im Januar sind wir mit der elektrisch-Tour unterwegs
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