Satte 41 Minuten Spielzeit für eine E.P., und das obwohl erst vor 3 Monaten das letzte Album "Nigredo" erschienen ist. Alle Achtung! Diary of Dreams haben sich also mächtig ins Zeug gelegt, um rechtzeitig zu laufenden Tour das Traumtagebuch von "Nigredo" mit der nun vorliegenden E.P. "MenschFeind" zu vollenden.
Etwas verwirrend erscheint jedoch zu Erst das eher ungewöhnliche Artwork. Ein verschrumpeltes Kind mit Maulkorb in einem kahlen Raum zeigt sich, wenn das Artwork geöffnet wird. Das künstlerische Empfinden beim betrachten des Artworks überträgt sich auch auf die dargebotene Musik. Melancholische Düsterniss vereint sich hier mit zum Teil kraftvollen Beats, die den emotionalen Gesang von Adrian Hates gezielt untermalen.
Wer mit dem Album " Nigredo" nicht unbedingt etwas anfangen konnte, der sollte auf alle Fälle ein Ohr in diese E.P riskieren. Die sieben Titel auf " MenschFeind" sind alle qualitativ gleichwertig, egal ob es der eher flotte Titel "Treibsand" oder das schwermütige aber intensive "Killers" ist. Selten kann Melancholie so begeistern!